IBM Tivoli Netcool/OMNIbus Version 8.1

Gültige MIB-Objektformate

In diesem Abschnitt werden die Formate gültiger MIB-Objekte beschrieben.

In den folgenden Abschnitten werden die gültigen SNMP-MIB-Objektformate beschrieben.

TEXTUAL-CONVENTION

Eine TEXTUAL-CONVENTION aus V2 hat folgende Syntax, wobei im Anschluss an den Objektnamen der Eintrag ::= und dann die Angabe TEXTUAL-CONVENTION folgen. Daran schließen sich mehrere Abschnitte an, an die die Definition von SYNTAX angehängt wird.

DisplayString ::= TEXTUAL-CONVENTION 
DISPLAY-HINT "255a" 
STATUS current 
DESCRIPTION "Represents textual information taken from the NVT SCII character set, as defined in pages 4, 10-11 of RFC 854. To summarize RFC 854, the NVT ASCII repertoire specifies: - the use of character codes 0-127 (decimal) - the graphics characters (32-126) are interpreted as US ASCII - NUL, LF, CR,BEL, BS, HT, VT and FF have the special meanings specified in RFC 854 - the other 25 codes have no standard interpretation - the sequence 'CR LF' means newline - the sequence 'CR NUL' means carriage-return - an 'LF' not preceded by a 'CR' means moving to the same column on the next line. - the sequence 'CR x' for any x other than LF or NUL is illegal. (Note that this also means that a string may end with either 'CR LF' or 'CR NUL', but notwith CR.) Any object defined using this syntax may not exceed 255 characters in length." 
SYNTAX OCTET STRING (SIZE (0..255))

Das Objekt TC aus V1 besteht aus dem Objektnamen mit anschließendem Eintrag ::=, auf den eine gültige Definition von SYNTAX folgt. Beispiel:

DisplayString ::= OCTET STRING

Beide Objekte bestehen außerhalb der MIB-Baumstruktur und sind daher keine Objekte in der MIB. Sie stellen ein Format dar, für das eine Syntax definiert werden kann. Sie haben keine OID. Sie können in der Sicht MIB-Module in einem separaten Filter angezeigt werden, indem Sie auf die Dropdown-Liste Sicht klicken und Textkonventionen auswählen.

TRAP-TYPE-Objekte

Das Objekt TRAP-TYPE ist für MIBs aus V1 gültig. Diese Objekte wurden ursprünglich nicht definiert, um nahtlos in die MIB-Baumstruktur zu passen. Sie weisen keine OID auf, sondern eine Unternehmens-ID und eine Trapnummer. Beispiel:

newRoot TRAP-TYPE 
ENTERPRISE dot1dBridge 
DESCRIPTION "The newRoot trap indicates that the sending agent has become the new root
of the Spanning Tree; the trap is sent by a bridge soon after its election as the new 
root, e.g., upon expiration of the Topology Change Timer immediately subsequent to its 
election." 
::= 1

Ein Trap aus V1 beginnt mit einem Objektnamen, an den sich das Schlüsselwort TRAP-TYPE anschließt. Darauf folgen eine Anzahl Abschnitte und am Ende dann der Eintrag ::= und eine Nummer. Vor oder nach einer Nummer werden keinesfalls geschweifte Klammern ({}) verwendet.

MACRO-Objekte

Mit dem Objekt MACRO wird das Format anderer MIB-Objekte definiert. Definitionen von MACRO beginnen stets mit dem Objekttyp, an den sich das Schlüsselwort MACRO und dann der Eintrag ::= anschließt. Der übrige Teil der Definition von MACRO steht zwischen den Tags BEGIN und END, z. B.:

OBJECT-TYPE MACRO ::= 
BEGIN 
TYPE NOTATION ::= "SYNTAX" 
type (TYPE ObjectSyntax) "ACCESS" Access "STATUS" Status VALUE NOTATION ::= value 
(VALUE ObjectName) Access ::= "read-only" | "read-write" | "write-only" | "not-accessible" 
Status ::= "mandatory" | "optional" | "obsolete" 
END

Andere Objekte

Alle anderen Objekte müssen das folgende Format aufweisen:
snmpInPkts OBJECT-TYPE SYNTAX Counter ACCESS read-only STATUS mandatory DESCRIPTION "The total number of Messages delivered to the SNMP entity from the transport service." ::= { snmp 1 }

Diese Objekte beginnen mit einem Objektnamen, der wiederum mit einem Buchstaben in Kleinschreibung beginnen muss. Daran schließt sich ein Schlüsselwort an, mit dem der Objekttyp angegeben wird. Alle weiteren Abschnitte folgen auf das Schlüsselwort; der Eintrag ::= sowie eine Liste der Vorfahren in geschweiften Klammern ({}) vervollständigen das Format. Die Vorfahren in den geschweiften Klammern ({}) können eines von zwei Formaten aufweisen. Im ersten Format (s. o.) ist dies ein Objektname mit anschließender Nummer. Der Objektname ist der Name des direkt übergeordneten Objekts dieses Objekts und die Nummer ist die Blattnummer dieses Objekts gegenüber dem übergeordneten Objekt.

Das zweite gültige Format für eine Vorfahrenliste ist eine Liste mit allen Vorfahren bis zurück zu einem bekannten Objekt. Beispiel:
internet OBJECT IDENTIFIER ::= { iso org(3) dod(6) 1 } 

In diesem Beispiel beginnt die Liste bei einem bekannten Objekt (iso als Stammelement der Baumstruktur) und enthält dann Definitionen von Objektnamen und Blattnummern für jede nachfolgende Generation, org(3) und dod(6), bis zur abschließenden einzelnen ganzen Zahl (1), mit der die Objektnummer angegeben wird. Beachten Sie, dass zwischen die Objektnamen und die Objektnummern keine Leerzeichen zulässig sind.


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